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  • Bild Titel: SchottischBreakfast by TheWhiskyshop
    Autor: Bearman
    Verfasst am: 23.08.2010, 21:19
    Betrachtet: 38
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Jack Wiebers Jack's Pirate Whisky Meuterei auf der Old Teres

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Jack Wiebers Jack's Pirate Whisky Meuterei auf der Old Teres

Beitragvon mcstephan » 08.02.2010, 17:33

Hi Folks

sicher kennt ihr alle Jack Wiebers.
Die Piraten-Whiskys von Jack Wiebers zeichnen sich durch fantasievolle Etiketten aus.
Während auf der Vorderseite neben den Angaben zum Whisky selber Illustrationen von
'Jack, dem Hundepiraten' zu sehen sind, findet sind auf der Rückseite eine Kurzgeschichte.
Bei der Darstellung von Jack soll es sich um einen Jack-Russel-Terrier handeln, daher wohl auch der Name.
Die Whisky der Piraten-Abfüllungen sind Vatted Malts mit Anteilen von Laphroaig und Caol Ila.

Nach persönlicher Anfrage bei Jack habe ich die Erlaubnis bekommen, die Texte auf der Flaschen hier zu veröffentlichen. Besten Dank an Jack.
Dank auch an Matthias ( Bearman), er hat mir beim Abtippen geholfen. (ich kann nicht in einer Hand die Flasche , in der anderen Hand ne Lupe, und dann auch noch in die Tasten hauen)

Also hier die Geschichten, viel Spass beim lesen.
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Re: Jack Wiebers Jack's Pirate Whisky Meuterei auf der Old Teres

Beitragvon mcstephan » 08.02.2010, 17:35

Meuterei auf der OLD TERESA
oder der Tag, als Kitchenboy Popcorn an Bord kam
PART I

Jack hatte drei Probleme:
1. die alte „Teresa“ war völlig abgetakelt und kaum noch seetüchtig
2. bei einer betrügerischen Pokerrunde war der Küchenjunge aus Versehen den Haien zum Frass vorgeworfen worden
3. es gab nur noch ein halbes Fass Whisky
Kapitän Jack musste handeln. Er wusste von einem alten Bootsmann, dass es in der Hafenstadt Glasgow eine gemeine Spelunke namens „Dark Duck“ gab, wo sich alle Whiskyschieber der christlichen Welt trafen.
Sein Steuermann „Saxson“, ein übel aussehender kraushaariger und krausbärtiger Bär gab ihm den Tipp, sich an einen einbeinigen Kater namens „Table-Jumping-Jim“ zu wenden. Als er in die Spelunke eintrat, wusste er sofort, woher Jim seinen Namen hatte, denn er musste ihn erst vom Tisch runterzerren, bevor er ihn knurrend fragen konnte, ob er ihm beim Kauf von 200 Fässern behilflich sein könne. Der Kater war aber leider so betrunken, dass er nur rückwärts fallend auf zwei Enten zeigen konnte, bevor er besinnungslos zu Boden fiel.
Zwei alte gewieft aussehende Enten namens „Donald Duck Brothers“ geiferten sofort auf Jack zu, um ihm die grössten Geschäfte seines Lebens anzubieten. Jack war sehr verwundert über die zwei Gestalten, der eine war so breit wie hoch, der andere lang und dünn und hatte einen riesigen Schnabel, der permanent offen stand. Sie wurden sich schnell handelseinig und als Zugabe wollten sie Jack noch ein Fass „Black Whisky“ verkaufen, aber Jack war sich nicht sicher, ob das nicht eine Falle war.
Jack hatte nun ein Problem gelöst, aber er brauchte dringend einen neuen Küchenjungen. Da es in der Spelunke grässlich stank, hatte er es sehr eilig wegzukommen. Er ging zum Wirt und wusste in diesem Moment genau, was seine empfindliche Hundeschnauze quälte. Vor ihn stand ein Riesenerpel mit grossen Füssen. Seine Gäste nannten ihn nur „Stinky-Foot-Hotte“. Jack blaffte ihn an, ob er nicht wüsste, wo er einen guten Küchenjungen herbekommen könne. Hotte zeigte mit seinem schmierigen Gefieder auf eine Gestalt, die im Halbdunkel sass.
Jack ging schnurstracks auf die Gestalt zu und das erste, was er sah war eine grosse Schnauze mit riesigen Kamelzähnen in schlechtem Zustand. „Bist du derjenige, der den Job als Küchenjunge sucht?“. Das Kamel nickte und stellte sich nuschelnd vor: „ Man nennt mich Popcorn“. Im Zugzwang der verstreichenden Zeit bot Jack ihm den Job an, wollte jedoch noch wissen, warum er seinen letzten Job auf der „Beauty Mountain“ aufgeben musste. „Popcorn“ zögerte ein wenig und sprach dann in leisen nuschelnden Tönen: „Ich hatte schiffseigene Ratten direkt vor dem Schiff gebraten am Spiess verkauft und mir das Geld in den eigenen Beutel gesteckt, woraufhin mir der Kapitän drohte, mir einen Höcker abzuhacken“. „Nun denn“, sagte Jack „so sei es“, aber er wusste noch nicht, dass er damit den Pakt mit dem Teufel geschlossen hatte ….
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Re: Jack Wiebers Jack's Pirate Whisky Meuterei auf der Old Teres

Beitragvon mcstephan » 08.02.2010, 17:36

PART II
Dunkle Wolken zogen sich am Horizont zusammen. Die Stimmung an Bord war getrübt, obwohl der Proviant an Whisky für die nächsten Monate reichen sollte. Ein Problem hatte Captain Jack nicht mehr lösen können. Die mittlerweile völlig heruntergekommene „Old Teresa“ knirschte und knackte an allen Seiten und Enden.
Jack musste unbedingt und so schnell wie möglich einen Hafen finden, um dort das Schiff auf Vordermann bringen zu lassen. Er betete, dass der aufkommende Sturm weder sein Schiff noch den Whisky gefährden würde. Aber der Sturm kam. Die ganze Crew versuchte mit aller Macht ihm zu entkommen und das Schiff zusammenzuhalten. Nur einer fehlte. Jack dachte sich, was für ein feiges Kamel und brüllte seinem Steuermann zu, Saxon solle Popcorn auftreiben. Der Captain kochte vor Wut, dass er diesen Taugenichts überhaupt mit an Bord genommen hatte, denn sein Essen war genauso schlecht wie seine Zähne.
Saxon durchsuchte das ganze Schiff, ohne Erfolg. Es gab nur noch eine Möglichkeit, wo sich dieser Sack hätte verstecken können – im Whiskylager! Und tatsächlich. Als Saxon vorsichtig die Tür öffnete, sah er eine huschende Gestalt. Ein Lichtblitz verriet Popcorn sofort. Das Licht der Laterne spiegelte sich in seinen Zähnen. Saxon brüllte ihn an: „Du Sohn einer Schiffshure! Was machen deine schmierigen Finger an den Fässern?“. Popcorn zitterte vor Angst und stotterte, er hätte nur Angst um die Fässer gehabt und wollte nur kontrollieren, ob sie auch ja gut befestigt waren, damit der Sturm sie nicht losreissen konnte. Saxon wunderte sich über diesen todesmutigen Einsatz, da das Kamel an Bord eher bekannt war als Feigling und hinterhältiger Intrigant. „Dreh deine Höcker hoch zum Captain oder ich jage dir eine Ladung Blei in dein verlaustes Fell“.
Draussen legte sich langsam der Sturm und der Captain konnte erstmals wieder in seine Kajüte zurück, um sich die ersten Schadensmeldungen geben zu lassen. Wie durch ein Wunder waren keine grösseren Schäden zu beklagen, ausser dass die Galionsfigur vom Sturm abgerissen worden war. Was normalerweise auf jedem Schiff als Fluch angesehen wurde, erfüllte die Mannschaft der „Old Teresa“ mit grosser Freude. Der Voreigner musste wohl aus Geiz einen einarmigen Tischler beauftragt haben, denn die Figur gehörte zu dem Hässlichsten, was die Mannschaft je an Schiffsausstattung gesehen hatte. Nachdem sie bei einem früheren Sturm bereits ihre Krone und die Brüste verloren hatte, sah sie am Ende wie das schiffseigene Maskottchen aus, ein wirklich hässliches Tier aus der Familie der Nacktkatzen …
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Re: Jack Wiebers Jack's Pirate Whisky Meuterei auf der Old Teres

Beitragvon mcstephan » 08.02.2010, 17:38

PART III
Um über den „Verlust“ der Galionsfigur hinwegzutrösten, wollte der Captain eine grosszügige Runde Whisky an die ganze Mannschaft ausgeben. Saxon schickte die Twins ins Vorratslager, um ein Fass Whisky zu holen. Nach einer Ewigkeit, ca. 10 Minuten, kamen die Twins kreidebleich und zitternd zum Captain und berichteten, dass alle Fässer leer wären! Jack befahl den beiden Stillschweigen zu bewahren oder er würde sie am Fockmast aufhängen lassen. Danach brüllte er nach Saxon, er solle das schleimige Kamel aus der Kombüse zerren und ihm auf einem silberen Tablett servieren. Seine Augen blitzten mordslustig. Der alte Saxon rannte los, als ginge es um sein eigenes Leben. Doch Popcorn war verschwunden.
Jacks Sanduhr rieselte schneller und er wusste, wenn er nicht in den nächsten Stunden den Whisky auftreiben würde, wäre eine Meuterei nicht zu verhindern und er würde derjenige sein, der wie ein räudiger Köter am Fockmast baumeln würde, ganz ohne Fell und Holzbein.
Jack rief nochmals nach Saxon, um mit ihm gemeinsam das Verschwinden des Whiskys aufzuklären. Captain Jack und Saxon stiegen leise die alte Treppe zum Vorratslager hinunter und kontrollierten nochmals alle Fässer. Es war tatsächlich kein Tropfen mehr vorhanden. Der Captain wusste sofort, dass hier etwas faul war. Der Whisky konnte nicht ausgelaufen sein, da keines der Fässer beschädigt war. Er konnte auch nicht verschwunden sein, da sich dann der Tiefgang des Schiffes hätte verändert haben müssen. Also blieb nur eine Schlussfolgerung: Der Whisky musste noch an Bord sein!
Sie durchsuchten das Schiff vom Bug bis zum Heck und von Steuerbord bis Backbord, aber sie fanden nichts! Jack und Saxon dachten nun ernsthaft über Flucht nach. Sie schlichen zum einzigen Ruderboot, aber auch das war verschwunden und Jack konnte nur noch aus voller Kehle brüllen: „POPCOOOOOORN!!!!“
Somit fiel Flucht endgültig aus. Was nun?
Saxon kraulte seinen verlausten Bart und da kam ihm endlich eine Idee. Es gab doch noch eine Möglichkeit, wo der Whisky geblieben sein könnte. Es wäre ihre letzte Rettung ….
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Re: Jack Wiebers Jack's Pirate Whisky Meuterei auf der Old Teres

Beitragvon mcstephan » 08.02.2010, 17:39

PART IV
An Bord befand sich ein riesiges Portfass für ehrenwerte Gäste, die jedoch so selten an Bord kamen, dass sich seit Jahren niemand mehr um den Inhalt und den Füllstand gekümmert hatte. Vom Deck hörten sie erstmals lauter werdende Rufe nach dem Whisky. Ein Teil der Mannschaft hatte sich mittlerweile mit Holzknüppeln und Messern bewaffnet und ging lauernd auf die Kajüte des Captains zu. Man hörte Rufe wie: „Hängt ihn an seinem räudigen Fell auf! Und den fetten, versoffenen Bären gleich dazu!“. Beiden stand das Fell zu Berge. (der Schweiss auf der Stirn)
Jack befahl dem alten Steuermann mit seinem Enterhaken ein Loch in die Stelle zu schlagen, wo früher der Zapfhahn sass. Und was da gesprudelt kam war weiss Gott kein Port! Was für ein Coup! So etwas hätten sie dem dämlichen Kamel nie zugetraut!
Die beiden Halunken schmissen sich unter den Strahl und nahmen erst einmal einen tiefen Schluck, um ihr zu Berge stehendes Fell wieder zu glätten. Langsam beruhigte sich auch ihr Blutdruck wieder.
Jack wies Saxon an, schnell ein leeres Fass zu holen, es aufzufüllen und es auf schnellstem Wege zum versoffenem Mistpack aufs Oberdeck zu bringen. Saxon trat die Tür zum Oberdeck auf und Totenstille trat ein.
Das dämliche Grinsen des alten Bären liess das Blitzen in den Augen der Besatzung erlöschen und Saxon fragte nur: „Hat hier jemand Durst?“ Die gesamte Mannschaft stürzte sich auf das Fass und besoff sich bis zur Besinnungslosigkeit. Der Friede auf der alten Teresa war wieder hergestellt und Poseidon trieb sie mit einem leichten Windhauch Richtung rettenden Hafen.
An nächsten Tag, als die Sonne mittlerweile hoch am Horizont stand kamen die ersten Matrosen wieder zu sich. Der Kapitän stand mit geschwellter Brust in seiner schönsten Uniform am Steuerrad und brüllte seinen Leuten zu: „In zwei Tagen werden wir Land erreichen, um dort unser Schiff und unsere Vorräte auf Vordermann zu bringen“. Das Land von dem er sprach war eine kleine Inselgruppe namens „Côp-Nic-Islands“.
Jack beugte sich grinsend zu Saxon rüber und flüsterte ihm ins Ohr: „Wir haben nur noch ein kleines Problem, wir müssen diese alte Drecksratte noch finden!“
„Meint Ihr etwa dieses nach Aas riechendes Kamel?“
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Re: Jack Wiebers Jack's Pirate Whisky Meuterei auf der Old Teres

Beitragvon mcstephan » 08.02.2010, 17:40

PART V
Captain Jack war verzweifelt. „Bei dieser Flaute werden wir niemals in zwei Tagen Côp-Nik-Islands erreichen.“ Aber kaum hatte er das zu Ende gebracht, zog eine leichte Brise auf und das Grosssegel spannte Stück für Stück an. Und Stunde um Stunde nahm die OLD TERESA mehr Fahrt auf. Im Morgengrauen des 3. Tages erreichten Sie endlich lebend und ohne dass das Schiff unter ihren Füssen verrottet wäre Côp-Nik-Islands. Sie hatten nur ein Problem: eine riesige Ankerkette versperrte ihnen den Weg direkt zum Hafen.
Seit der Posten des Gouverneurs mit dem abgetakelten Konteradmiral Elwood besetzt wurde konnte man erst morgens, wenn die Sonne die Spitze eines bestimmten Rifffelsens berührte in den Hafen einfahren. Mit der neuem Willkürherrschaft vom Konteradmiral konnte sich der Einlass jedoch gut und gerne um 2-3 Stunden hinauszögern, ganz abhängig davon, wie Elwood seinen Abend verbracht hatte.
Überrascht vom unerwarteten Hindernis liess Jack sich das Fernrohr geben, um sich die Sache näher anzusehen. Er traute seinen Augen nicht, als er bereits hinter der Absperrung wild rudernd eine Gestalt in einem kleinen Ruderboot mit einer winzigen Laterne am Bug entdeckte. Und irgendetwas funkelte in der Morgenröte des anbrechenden Tages. Jack liess daraufhin sein grosses Fernrohr holen und entdeckte zwei gigantische Kamelzähne. Jack sah Saxon an und verzog seine Lefzen: „Dieser Drecksack ist uns entkommen.“
Dem Piraten blieb nichts weiter übrig, als zu warten. Plötzlich ertönte ein Kanonenschuss, die schwere Kette senkte sich ins Meer und die alte TERESA konnte endlich ins sichere Hafenbecken einfahren, übrigens der einzige Hafen der Welt, bei dem keine Flagge als Kennung am Mast hängen musste. Die OLD TERESA legte an und die gesamte Mannschaft machte sich mit einem Affentempo daran das Schiff zu verlassen, damit sie ihre räudigen Körper der Liebe hingeben konnten. Auch Jack möbelte sich auf, überliess Saxon das Schiff und machte sich auf den Weg zu den süssen Lack- und Leder Robben.

Plötzlich versperrte ihm ein zu klein geratener Dachs den Weg und stellte sich zackig vor: „Mein Name ist Admiral Elwood. Ich bin hier sozusagen der Chef des Islands, Freunde nennen mich auch El capo de Cohones.“ Jack hob seine linke Augenbraue, beugte sich nach vorne und hauchte: „Und mich nennt man Schrecken aller Meere“, aber Elwood fragte unbeeindruckt nach dem Grund seines Besuches und machte Jack unmissverständlich klar, ohne akzeptable Handelsware könne er sein räudiges Fell ganz schnell wieder von der Insel schieben. Jack beugte sich wieder vor und flüsterte ihm ein paar Worte ins Ohr. Daraufhin trat der Admiral zur Seite, hiess ihn willkommen und gab ihm den Tipp, für solche Geschäfte gäbe es einen Spezialisten auf der Insel. Jack fragte, wie er an den Mann käme, woraufhin Elwood antwortete: „ Dieser Mann ist eine Frau und wohnt auf dem höchsten Berg der Insel, ein helles Licht wird Euch führen.“ …
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Re: Jack Wiebers Jack's Pirate Whisky Meuterei auf der Old Teres

Beitragvon mcstephan » 08.02.2010, 17:42

Part VI
Jack machte sich schnurstracks auf den Weg und vergass (leider!) die Geschichte mit den Robben-Laddys. Es war ein beschwerlicher Weg dem Licht folgend auf den Berg zu gelangen. An der Spitze angekommen traute er seinen Augen kaum. Eine grosse Kathedrale aus reinem weissen Marmor blendete seine Augen. Plötzlich ging das Tor auf und eine leicht bekleidete wunderschöne Muschel trat heraus. In diesem Moment fielen ihm die Robben wieder ein, aber … Geschäft ist Geschäft!“
Leicht stotternd unterbreitete er ihr sein Angebot. Mit grösster Zurückhaltung lehnte sie das Angebot jedoch dankend ab, da sie erst vor kurzem von der erwähnten Insel eine grosse Ladung Whisky gekauft hätte. Jack verlor vor Schreck auf der Stelle einen grossen Teil seines Fells. „Von meiner Insel ??? Das ist unmöglich!!“
„Doch, doch, ein Captain namens Little Schurky hat mir eine grosse Schiffsladung verkauft und erzählt, er wäre jetzt der Besitzer der Insel“. Jack könne aber gerne von dem Whisky probieren.
Jacks Pupillen formten sich zu Blitzen, er verbeugte sich tief und entschuldigte sich mit den Worten: „Mir fällt gerade ein, dass ich noch einen ganz wichtigen Termin habe.“ Mit gezwungen langsamen Schritten verliess er den Vorhof der Kathedrale und rannte kaum ausser Sicht in Richtung Hafen, als hätte man ihm eine Fackel an die Rute gebunden. Ohne Zwischenstopp rannte er zu den Häusern mit den roten Laternen, zerrte jedes einzelne Schiffsmitglied aus Betten, Kellern und unter den Tischen hervor und trat sie in Richtung Schiff.
Saxon hörte schon von weitem tumultartige Geräusche, was ihn aber nicht weiter verstörte, da er sich gerade intensiv um eine platinblonde auf Hausboote spezialisierte Robbenlady kümmerte. Wenige Augenblicke später befand sich jedoch die komplette Besatzung wieder an Bord, jeder einzelne mit Todesangst im Gesicht. Der Captain schrie: „Anker lichten! Segel setzen!“ Dann nahm er die Sanduhr, dreht sie um und drohte seinen Leuten, sollte sich das Schiff nicht vor dem Fallen des letzten Sandkorns mit Höchstgeschwindigkeit auf hoher See befinden, würde er jeden dritten Mann am Fockmast baumeln lassen!
Saxon schlich verängstigt zum Captain und gab unterwürfig zu bedenken, dass die alte TERESA einer weiteren Fahrt nicht standhalten könne. Jack zog sein Messer, hielt es dem alten Bären an die Kehle und fauchte: „Hol die Peitsche und fang an das Pack anzutreiben, sonst wird dein Fell das erste sein, das in der Sonne verdörrt!“
Nun hatte Saxon zwei Probleme. Das eine konnte er ja noch lösen, aber was machte er mit seinem Hausbesuch? …
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Re: Jack Wiebers Jack's Pirate Whisky Meuterei auf der Old Teres

Beitragvon mcstephan » 08.02.2010, 17:42

Part VII
„RAAAACHHHEEEE!“ Jack’s Schrei hallt weit durch die dunkle Nacht…..
Der Morgen war kühl, die Sonne ging auf, die See war ruhig. Captain Jack stand nun schon seit 4 Tagen und 4 Nächten bewegungslos am Steuerrad der OLD TERESA. Der alte Saxon, der nicht von seiner Seite wich, machte sich langsam Gedanken, wie lange der Captain noch in dieser starren Position verbleiben würde. Irgendwann müsste er mit der Besatzung sprechen und ihr erklären, wohin die Reise ging.
Wobei Saxon noch ein anderes Problem hatte: irgendwann müsste er Jack beichten, welches kleine Mitbringsel er von den Cop-Nik-Islands noch in seiner Kajüte hatte. Saxon machte vorsichtig den Versuch seinen Freund Jack anzusprechen.
Die einzige Antwort, die er bekam, war ein tiefes Knurren.
Nun gut, dachte Saxon, dann kann ich mich auch etwas intensiver um das andere kleine Problem kümmern und ging zu seiner Kajüte. Unten angekommen öffnete er die Tür sehr vorsichtig, denn er wusste nicht, was ihn jetzt erwartete. Und da lag sie, die blonde Schönheit in Lack und Leder, so wie er die Lady mitgenommen hatte. Sie fauchte kurz auf in einer Art und Weise, dass das Fell des alten Bären zu glänzen begann und schnurrte: „Wenn du mich nach Stunden bezahlen müsstest, wärst du jetzt aber ein sehr sehr armer Pirat“. Saxon lief ein Schweisstropfen die Stirn hinunter und er stammelte: „Jaaa, aaaber…“. Die Robbe fuhr in an und sagte: „Ach, halt die Klappe und komm her!“ In dem Moment, als Saxon sich zu ihr legen wollte hörte er eine schrille Stimme: „LAAAND! LAAAAAND!“
Saxon wusste sofort, was das bedeutete, sprang aus dem Bett und stürmte zu seinem Captain. Leider bemerkte er zu spät, dass er seine Hose nicht wieder angezogen hatte. Beim Steuerrad angekommen dreht Jack seinen Kopf zu ihm und fragte: „Habe ich bei irgendwas gestört?“ Stotternd versuchte Saxon seinem Captain klar zu machen, in welcher problematischen Lage er sich befand. „Papperlapapp!“ sagte Jack. „Wir haben wichtigeres zu tun!“ Aber ein flüchtiges Grinsen konnte er sich nicht verkneifen und fragte seinen Freund, ob er ausgerechnet heute Waschtag hätte. Zum ersten Mal in seinem Leben verfärbte sich Saxons Fell um die Nase in tiefes Rot.
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Re: Jack Wiebers Jack's Pirate Whisky Meuterei auf der Old Teres

Beitragvon mcstephan » 08.02.2010, 17:43

Part VIII
… Dann wurde Jack ernst und erklärte seinem Steuermann, dass sie nicht mehr weit von ihrer Insel entfernt seien und es ab jetzt ihrer beider grösster Konzentration bedurfte, um den Weg durch die Untiefen und Riffe der inneren Hybriden zu finden, denn sie waren die einzigen, die den geheimen Weg kannten. „Captain, es ist unmöglich sich der Insel bei Tage unbemerkt zu nähern und nachts ist die Fahrt reiner Selbstmord“. Warf Saxon ein. Jack grinste schelmig und erklärte ihm, dass er bei ihrer letzten Reise zwei Matrosen an Land liess, deren Aufgabe es war, jede Nacht zwei Feuer anzuzünden, die sie sicher um die zwei gefährlichsten Riffe führen sollten. Saxon erinnerte sich, dass es ihn damals verwundert hatte, dass die Mannschaft nicht komplett zurückkam, aber das Verschwinden dieser zwei Trottel, die fehlten, konnte duzende von Gründen haben.
Nach weiteren zwei Stunden Fahrt gab Jack den Befehl, die Segel zu raffen und den Anker zu werfen. In dieser Position blieben sie stehen, bis die Nacht hereinbrach. Die Besatzung wusste mittlerweile, wohin die Fahrt ging und freute sich darauf, ihre alte Insel wieder zu sehen und besonders auf das grosse Besäufnis, das erwartet werden konnte. Die Sonne ging unter, aber es waren noch keine Feuer zu sehen. Jack wollte gerade losfluchen und die beiden zur Hölle wünschen, als in der Ferne erst ein Feuer anging und dann das zweite. Er befahl den Anker zu lichten, das Topsegel zu setzen und sie nahmen langsam Fahrt auf.
Sie konnten nicht mehr weit von ihrem Ankerplatz entfernt sein, als es plötzlich einen riesigen Knall gab, Holz brach, die Mannschaft schrie und Jack brüllte nur noch: „VERRAT! VERRAT! VERRAT!“ In diesem Moment teilte sich die OLD TERESA in zwei Hälften, löste sich geradezu auf und der Mannschaft blieb nichts anderes übrig, als von Bord zu springen…..
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